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Ihr Arzttermin bald nur noch online?
Für die Buchung eines Arzt- oder Zahnarzttermins bleibt das Telefon […]
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Marine · Content strategist at Doctena
Veröffentlicht am 16. Dezember 2015

Beim Buchen von Arzt- oder Zahnarztterminen dominiert das Telefon nach wie vor. Das könnte sich aber schnell ändern. Das luxemburgische Start-up Doctena hat gerade 4,5 Millionen Euro eingesammelt, um die Online-Terminbuchung im Benelux durchzusetzen.
Allein in Deutschland buchen Patientinnen und Patienten jedes Jahr 718 Millionen Arztbesuche, während 112 Millionen Reisetickets gebucht werden. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass dieses Verhältnis in anderen europäischen Ländern anders ist, sagt Patrick Kersten. Aus Sicht des luxemburgischen Unternehmers, der am ICHEC in Brüssel studierte, gibt es keinen Grund, warum die Online-Buchung eines Arzttermins nicht ebenso selbstverständlich werden sollte wie das Buchen eines Hotels oder Taxis. 2013 gründete er Doctena, eine Online-Plattform für medizinische Termine. Mittlerweile beschäftigt das großherzogliche Start-up 23 Mitarbeitende, davon 5 in einem Büro in Brüssel, und hat von privaten Investoren, Business Angels und über langfristige Darlehen nicht weniger als 4,5 Millionen Euro eingesammelt.
Das Kapital soll die internationale Entwicklung der Plattform vorantreiben, beginnend mit dem Ausbau der Position im Benelux. Bislang beschränkten sich große Anbieter wie Doctolib in Frankreich oder ZocDoc in den USA auf ihre Heimatmärkte – doch der Appetit kommt bekanntlich beim Essen… „Wir sind die Einzigen mit einem länderübergreifenden Team. Die Abstimmung mit Berufsverbänden und die Einhaltung des regulatorischen Rahmens in jedem Land sind sehr wichtig. In Belgien haben wir die Ärztekammer konsultiert, die eine Reihe von Empfehlungen zu unserer Anwendung ausgesprochen hat.“ erklärt Patrick Kersten.
Neben der Erleichterung der Terminbuchung erlaubt Doctena, eine Ärztin, einen Arzt oder eine Zahnärztin, einen Zahnarzt zu finden, wenn man etwa in eine neue Stadt zieht. Doch „wir sind kein Verzeichnis“, betont der Gründer. Ein Hinweis auf der Startseite von Doctena weist darauf hin, dass das Tool nicht vollständig ist, und verweist auf die offiziellen Seiten der Ärzte- und Zahnärzteverbände.
Konkret können Patientinnen und Patienten über das mobile Gerät oder den Computer eine Behandelnde oder einen Behandelnden nach Fachrichtung, Sprache oder Region wählen. Die Plattform zeigt die verfügbaren Zeitfenster. Die Patientin oder der Patient klickt auf das gewünschte Zeitfenster. Der Termin wird vereinbart und nahezu sofort von der Praxis bestätigt.
Auf Seite der Ärztinnen und Ärzte fungiert Doctena als Aggregator. „Unsere Plattform ist mit den wichtigsten Praxisplanungssystemen kompatibel“, ergänzt Patrick Kersten. Die Anwendung ist für Patienten kostenlos und wird Gesundheitsfachkräften ab 100 Euro pro Monat angeboten.
Progenda
Doctena erinnert stark an ein weiteres, belgisches Start-up. Progenda wurde Ende 2014 von Quentin Roquet gegründet und bietet Ärztinnen und Ärzten ab 40 Euro pro Monat ein webbasiertes Werkzeug zur Terminbuchung. Das Start-up entwickelt für jede Ärztin und jeden Arzt eine cloudbasierte Buchungs-App, die typischerweise in die Website der Praxis eingebunden wird. Anders als Doctena, das auch ein Suchwerkzeug ist, zielt Progenda darauf ab, den Terminprozess zwischen Ärztin oder Arzt und einer Patientin oder einem Patienten, die sich bereits mindestens einmal gesehen haben, zu optimieren. Progenda richtet sich sowohl an niedergelassene als auch an Klinikärzte und hat ebenfalls eine erste Finanzierungsrunde mit privaten Investoren abgeschlossen – „nicht in der Größenordnung unseres Wettbewerbers“, sagt Quentin Roquet.
Keiner der beiden Akteure dieses jungen Marktes möchte zum jetzigen Zeitpunkt konkrete Zahlen nennen.
Quelle: www.lesoir.be
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