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Digitale Ärztinnen und Ärzte – Online-Terminbuchung im Trend
Heute lässt sich vieles über das Internet buchen und organisieren […]
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Marine · Content strategist at Doctena
Veröffentlicht am 15. Juli 2018

Heute lässt sich so vieles über das Internet buchen und organisieren: ein Urlaub, ein Tisch im Restaurant, Eventtickets, sogar ein Bankkonto. Für Kundinnen und Kunden bringt das ein großes Plus an Flexibilität und weniger Wartezeiten in der Telefonschleife; für Anbieter bedeutet es weniger Telefonzeit der Mitarbeitenden und eine erhebliche Effizienzsteigerung für alle Beteiligten. Wer steigt heute schon in einen Zug, ohne vorher den Fahrplan auf dem Handy zu prüfen, eigenständig die passende Uhrzeit zu wählen und das Ticket online zu buchen? Auch Seniorinnen und Senioren sind zunehmend mit dem Internet verbunden und wissen die Vorteile dieser Technik zu nutzen.
Aber wie steht es um den Arzttermin? Diesem Thema widmen wir uns in dieser Ausgabe „Digitale Ärztinnen und Ärzte“.
Unser Interviewpartner Ing. Stefan Keller, MBA, CEO von Doctena Schweiz und Österreich, hat uns einige Fragen beantwortet. Seit mehreren Jahren geht der Trend in den Gesundheitsberufen ebenfalls Richtung Online-Terminbuchung. Einen Arzttermin zu bekommen kann besonders für berufstätige Menschen herausfordernd sein. Morgens vor der Arbeit hat die Ordination nicht immer geöffnet, mittags hängt man oft lange in der Warteschleife oder die Ordination ist geschlossen, und auch abends ist die Hausärztin oder der Hausarzt nicht jeden Tag erreichbar.
INTERVIEW MIT STEFAN KELLER
med.ium: Ein Arzt aus Salzburg, den wir um einen Praxisbericht gebeten haben, sagte uns, Mednanny sei das ausgereifteste Produkt am Markt. Doctena habe er noch nicht gehört. Unsere Marketingverantwortliche sagte, Mednanny und Doctena seien dasselbe Unternehmen. Um Verwechslungen zu vermeiden: Wie und warum wurde aus Mednanny Doctena?
Keller: Doctena ist einer der führenden Anbieter von Terminbuchungslösungen für Ärztinnen und Ärzte in Europa und Marktführer in sechs Ländern. Im Zuge seiner Expansionsstrategie hat Doctena im Herbst 2017 die A3L e-solutions übernommen, die das Produkt „Mednanny“ vertreibt. So wurde aus „Mednanny“ „Doctena-Mednanny“. Durch die Zusammenführung profitieren „Mednanny“-Nutzerinnen und -Nutzer von der Entwicklungskapazität und Erfahrung von Doctena sowie von unseren Produkten (z. B. „Doctena-Pro“), die die Funktionen von „Mednanny“ sehr gut ergänzen. Eine klassische Win-win-Situation.
med.ium: Wovon profitiert eine Ärztin oder ein Arzt im Alltag durch eine solche Online-Terminlösung? Wie unterstützt die Software?
Keller: Die Online-Terminvergabe ist Teil der Doctena-Lösung. Darüber hinaus bietet Doctena einen Terminplaner, der auch die Vergabe in der Ordination deutlich einfacher und schneller macht. Bei der Online-Buchung wählt die Patientin oder der Patient den Termin entsprechend der Verfügbarkeit selbstständig – der Aufwand für die Ordination geht damit gegen null. Jede Praxis entscheidet selbst, wann sie welche Termine zur Verfügung stellt. Neben der Online-Buchung durch Patientinnen und Patienten bietet Doctena weitere Optionen, etwa ein Überweisungsmodul, mit dem überweisende Ärztinnen und Ärzte Termine direkt bei der Fachärztin oder dem Facharzt für ihre Patienten buchen können – statt wie früher häufig per Fax. Außerdem sorgen Terminerinnerungen für mehr Patientenbindung und weniger versäumte Termine. Im Fokus dieser cloudbasierten Software (keine Installation, von überall zugänglich) steht die Benutzerfreundlichkeit für Praxis und Patient.
med.ium: Wer ist Ihre Zielgruppe? Ist Ihre Software vor allem für Wahlärztinnen und Wahlärzte interessant, oder profitieren auch Kassenpraxen mit hohem Andrang davon?
Keller: Doctena eignet sich sowohl ideal für Wahlärztinnen und Wahlärzte als auch für Kassenpraxen aller Fachrichtungen, auch wenn die Bedürfnisse unterschiedlich sein können. Im Mittelpunkt steht die Effizienzsteigerung der Praxisabläufe – das spart Zeit und reduziert Kosten. Die Möglichkeit, Termine online zu buchen, bietet einen Service, den viele Patientinnen und Patienten lange ersehnt haben: rund um die Uhr, von überall, auch außerhalb der Sprechzeiten. Für Praxen, die ihre Patientenbasis erweitern möchten, ist Online-Buchung zudem ein wichtiger Baustein – potenzielle Patienten können sofort einen Termin vereinbaren.
med.ium: Angenommen, eine Ärztin oder ein Arzt möchte Patientinnen und Patienten die jederzeitige Online-Terminbuchung anbieten und steht nun vor der Wahl der passenden Lösung. Die Praxissoftware hat eine solche Funktion, einige Anbieter sind auch im Netz zu finden. Nun liest er unseren Beitrag. Welche Kriterien sollten den Ausschlag geben? (Wo sehen Sie die Vorteile einer reinen Online-Terminlösung wie Doctena gegenüber Lösungen aus Praxissoftwaren?)
Keller: Bei der Wahl der besten Lösung stehen natürlich die individuellen Bedürfnisse jeder Praxis im Mittelpunkt. Für die Lösung der Praxissoftware spricht die Integration ins bestehende System. Doctena verfügt jedoch über zahlreiche Schnittstellen zu renommierten Softwarelösungen.
Beim Vergleich von Online-Lösungen ist der Preis oft das entscheidende Argument. Allerdings sind diese Lösungen meist nicht auf Arztpraxen zugeschnitten und können die Anforderungen einer Praxis nur unzureichend abbilden. Ein Friseursalon hat andere Anforderungen an die Terminbuchung als eine Arztpraxis. Für Doctena spricht, dass die Online-Terminvergabe auf Ärztinnen und Ärzte zugeschnitten ist und die Integrationsmöglichkeiten in die Praxissoftware vielfältig sind. Außerdem ist Doctena in seinen Märkten lokal präsent, um Praxen bei der Einführung umfassend zu unterstützen. Der Erfolg einer Online-Buchung steht und fällt mit der richtigen Umsetzung. Eine gut funktionierende Lösung ist weit mehr als ein „Jetzt buchen“-Button. Dahinter steckt viel Know-how und Erfahrung (auch im Einsatz auf mobilen Geräten), das Doctena mitbringt und mit einem 20-köpfigen Entwicklungsteam ständig weiterentwickelt.
med.ium: Warum hat sich Doctena gegen ein Bewertungssystem für Ärztinnen und Ärzte entschieden? Manche Mitbewerber bieten das an. Wo sehen Sie die Chancen, aber auch Risiken eines Bewertungssystems?
Keller: Das stimmt so nicht (mehr) ganz. Doctena bietet Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit, Feedback bzw. Bewertungen von Patientinnen und Patienten zu erhalten. Da wir uns aber primär als Effizienz-Produkt verstehen, stehen Bewertungen oder unsere Plattform für die Arztsuche – anders als bei manchen Anbietern – nicht im Mittelpunkt. In vielen Bereichen sind Bewertungen heute ein wichtiges Mittel für Kundinnen, Kunden und auch Patientinnen, Patienten, ihren Anbieter zu wählen. Eine Ärztin oder einen Arzt zu bewerten ist in vielerlei Hinsicht aber nicht einfach – besonders, wenn es um die ärztliche Leistung geht. Für Ärztinnen und Ärzte birgt die Bewertung zudem Risiken – Streitigkeiten und gerichtliche Auseinandersetzungen im Ausland haben das deutlich gezeigt. Doctena geht hier einen neuen Weg: keine Sternebewertung, sondern Empfehlungen. Der Vorteil: Die Schattenseiten werden vermieden und gleichzeitig der Wunsch der Patientinnen und Patienten nach einer Empfehlung (denn genau das suchen sie) erfüllt. Doctena setzt dieses System aktuell in Österreich um, nach anderen Ländern.
med.ium: Wie lässt sich Doctena in die Homepage der Praxis einbinden? Welchen Aufwand hat die Ärztin oder der Arzt? Gibt es Unterstützung von Ihrer Seite?
Keller: Die Einbindung von Doctena in die Homepage ist sehr einfach. Es gibt zwei Möglichkeiten. Die erste ist ein Link zur Profilseite der Ärztin oder des Arztes auf der Doctena-Plattform, wo die Buchung stattfindet. Markenbewusste Praxen können die Profilseite optional an ihre eigenen Farben anpassen lassen („branded page“). Die zweite Möglichkeit ist ein „gebrandeter“ Widget/Plugin, mit dem die Buchung vollständig auf der Praxisseite läuft. Dazu wird ein bereitgestellter Code in die bestehende Homepage kopiert. Das geht selbst oder mit Unterstützung der Webmasterin oder des Webmasters. Doctena hilft hier, in der Regel übernimmt das aber die Praxis (oder der Webmaster) selbst. Die Einbindung dauert meist nur wenige Minuten, ist aber entscheidend für den Erfolg der Online-Buchung.
med.ium: Kommuniziert die Doctena-Software mit Praxissoftware? Welche Schnittstellen gibt es, welche sind geplant? Mit welchen Betriebssystemen kann Doctena kommunizieren? Apple-Kalender, Windows und auch Linux?
Keller: Ja, Doctena verfügt über Schnittstellen zu vielen renommierten Praxissoftware-Lösungen, darunter Alphadoc, Kopfwerk, Ganymed und weitere. Doctena hat eine offene Schnittstelle, über die Softwareanbieter an die Terminlösung andocken können. Bei Bedarf kann Doctena auch individuell an eine Praxissoftware angebunden werden. Da die Lösung in der Cloud läuft, ist sie betriebssystemunabhängig. Voraussetzung sind lediglich ein Browser und Internetzugang. Vorteile: keine Wartungskosten, automatische Updates und die Nutzung auf Tablets und Smartphones.
med.ium: Falls Sie noch etwas zur Online-Terminbuchung sagen und Ihr Produkt kurz vorstellen möchten, freuen wir uns!
Keller: Die Frage ist nicht, ob oder wann die Online-Terminbuchung kommt. Sie ist bereits da! Ein immer größerer Teil der Gesellschaft kauft, liest, arbeitet und organisiert seinen Alltag online. Termine im Hotel, beim Friseur oder im Restaurant zu buchen, ist heute selbstverständlich. In wenigen Jahren wird der Großteil der medizinischen Termine online gebucht; früher oder später wird Online-Terminbuchung – ähnlich wie Computer oder Homepage – für jede Praxis zur Pflicht. So weit aus Sicht der Patientinnen und Patienten. Für die Praxis selbst ist eine optimierte Terminorganisation ebenfalls wichtig, um Kapazitäten vom Telefon hin zu wertschöpfenden Tätigkeiten zu verlagern – analog zur Einführung von Computer oder Fax. Doctena deckt genau diese beiden Aspekte ab: a) Optimierung der Terminbuchung in der Praxis, b) ein Service, der den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten entspricht. Da die Bedürfnisse von Praxis zu Praxis variieren, bietet Doctena für die meisten davon eine Lösung. Am besten startet man mit einer unverbindlichen Beratung, in der besprochen wird, welche Themen in der jeweiligen Praxis im Vordergrund stehen und welche Ziele erreicht werden sollen. Danach folgt die Umsetzung einer passenden Terminbuchungslösung.
PRAXISBERICHT
Wir haben außerdem ein Interview mit Dr. Emanuel Gollegger geführt und so spannende Einblicke aus der Praxis gewonnen. Für Dr. Gollegger ist Flexibilität aus Sicht der Ärztin oder des Arztes ein wichtiges Kriterium für die Online-Terminbuchung auf seiner Homepage. Als praktizierender Wahlarzt, Notarzt und Nebenarzt in zwei Salzburger Krankenhäusern ist jeder online vereinbarte Termin ohne seine Mitwirkung viel wert. Die Termine werden strukturiert angezeigt, nach Kategorien sortiert und oft mit kurzen Hinweisen der Patientin oder des Patienten zum Besuchsgrund versehen.
Die Patientin oder der Patient kann den Termin frei aus einer vordefinierten Liste wählen – rund um die Uhr und auch am Wochenende. Termine zu vergessen ist für Patientinnen und Patienten nahezu unmöglich, da die meisten Anbieter Erinnerungsnachrichten verschicken.
AUSZUG AUS DEM INTERVIEW MIT DR. GOLLEGGER
Beim Start seiner Wahlarztpraxis suchte Dr. Gollegger ein flexibles, aber strukturiertes Terminsystem. Aufgrund seiner medizinischen Tätigkeit im LKH Salzburg, im Privatklinikum Wehrle und als Notarzt war ihm wichtig, nicht jeden Termin telefonisch vereinbaren zu müssen. Ein weiterer Grund für ein Online-System war, dass er die Online-Terminvergabe als Patient selbst sehr positiv erlebt hatte. Eine bessere Terminplanung und Erinnerungs-SMS für Patientinnen und Patienten waren ihm wichtig. Bei der Recherche stach die sehr ausgereifte Lösung von „Mednanny“ heraus.
Da er bereits ein Profil auf der Arzt-Such- und Bewertungsplattform „Docfinder“ erstellt hatte und dieser Anbieter gerade die Online-Terminbuchung eingeführt hatte, lag die Wahl des Softwarepartners auf der Hand. Bei der Profilerstellung erhielt er sehr professionelle Unterstützung. Inzwischen buchen viele seiner Patientinnen und Patienten ihre Termine eigenständig online – eine große Entlastung für ihn als Arzt. Bei der Auswahl werden nur freie Zeiten angeboten, und viele Informationen zur Art der Untersuchung lassen sich bereits über das Internet kommunizieren. Damit kann er sich besser vorbereiten und hat mehr Zeit für den Patienten selbst.
Quelle: https://www.aeksbg.at/presse-service/medien/medium/2022.
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