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Nie wieder in der Warteschleife

Das Start-up Doctena hat eine Plattform für die Online-Terminbuchung entwickelt, die das Leben von Ärztinnen, Ärzten und Patientinnen, Patienten erleichtert […]

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8 January 2019 5 min read

Veröffentlicht am 8. Januar 2019

zorgvisie

Das Start-up Doctena hat eine Plattform für die Online-Terminbuchung entwickelt, die das Leben von Ärztinnen, Ärzten und Patientinnen, Patienten erleichtert. Patrick Kersten, Gründer und Inhaber des Unternehmens, ist optimistisch.

Patientinnen und Patienten können über den Cloud-Kalender von Doctena einen Termin zu Datum und Uhrzeit ihrer Wahl buchen. Dieser landet direkt im Kalender der Gesundheitsfachkraft. Das System erinnert die Patientinnen und Patienten anschließend per E-Mail oder SMS – das senkt die Nichterscheinen-Quote erheblich, so Patrick Kersten. „Im Schnitt um rund siebzig Prozent, laut Studien, die wir regelmäßig in Auftrag geben. Außerdem können Ärztinnen und Ärzte kurzfristig frei werdende Termine an Patientinnen und Patienten anbieten, die schnell behandelt werden möchten. Auch das ist für beide Seiten ein Vorteil.“

Mehr als 10.000 Ärztinnen und Ärzte

Doctena startete in Luxemburg und hat heute eine starke Präsenz in Belgien und Deutschland. Der Großteil der 1,5 Millionen Termine pro Monat wird in diesen Ländern mit mehr als 10.000 Ärztinnen und Ärzten vereinbart. Darüber hinaus ist das Unternehmen in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden aktiv. In der Region Amsterdam, Haarlem und Amstelveen sind inzwischen Zahnärztinnen und Zahnärzte, Hausärztinnen und Hausärzte sowie Gynäkologinnen und Gynäkologen und Dermatologinnen und Dermatologen aus einigen unabhängigen Behandlungszentren bei Doctena angeschlossen. Kürzlich teilte Doctena mit, dass das Unternehmen 8 Millionen Euro von privaten Investoren eingesammelt hat, um in neuen Märkten weiter zu expandieren. Einer dieser Investoren ist Patrick Kersten selbst. Den genauen Betrag möchte er für sich behalten. Sein Risiko schätzt er aber als überschaubar ein, weil es „große Chancen für dieses Produkt“ gibt. „Die Nutzerinnen und Nutzer sind in jedem Fall sehr begeistert. Über 96 Prozent empfehlen das System weiter. Für Ärztinnen und Ärzte ist es komfortabel, und natürlich auch für Patientinnen und Patienten. Schauen Sie sich Ihr eigenes Verhalten an, wenn es um einen Arzttermin geht. Die Menschen wollen nicht mehr anrufen und schon gar nicht endlos in der Warteschleife hängen. Sie wollen mehr Kontrolle über ihre Termine bei Gesundheitsfachkräften.“

Das Produkt von Doctena trifft also einen Nerv. Kundengewinnung sei aber harte Arbeit, so Kersten. „Ärztinnen und Ärzte finden es ganz normal, dass man sie besucht. Sie sind das durch die Pharmavertreter gewohnt. Also müssen wir das nachahmen. Erst wenn wir sie besuchen, werden Gesundheitsfachkräfte Kundinnen und Kunden. Bei 50.000 Ärztinnen und Ärzten in den Niederlanden gibt es also noch viel zu tun.“

Die Niederlande seien kein einfaches Land für Softwareinnovation im medizinischen Markt, ergänzt Rob Rasing im Konferenzraum eines Flex-Büros in Amsterdams Geschäftsviertel Zuidas. „Der Austausch medizinischer Daten ist ein politisch heißes Thema“, sagt der Benelux-CEO von Doctena. „Und schnelles Entscheiden ist im Gesundheitswesen noch keine Selbstverständlichkeit.“ Trotzdem gehe die Entwicklung aus seiner Sicht in die richtige Richtung. „Programme wie VIPP und MedMij sind Schritte in die richtige Richtung. Die Bedeutung des schnellen Datenaustauschs wird von allen Beteiligten zunehmend erkannt. Das gibt uns die Zuversicht, dass die mehr als 80 Mitarbeitenden von Doctena künftig mehr als genug zu tun haben werden.“

Restaurants und Kinos

Die Nutzung von Doctena ist so einfach wie ihr Design. Funktional erinnert es am ehesten an Buchungsfunktionen für Restaurants und Kinos. Ein grünes Feld am Dienstag um 10:15 Uhr? Dann hat die Ärztin oder der Arzt Zeit. Ein Klick – und der Termin steht.

Das System beseitigt das, was fast alle kennen: Man möchte telefonisch einen Arzttermin vereinbaren und hängt endlos in der Warteschleife. Nur um danach einer Arzthelferin erklären zu müssen, dass man wirklich nur nach Feierabend kann. „Diese Vorgehensweise ist im Gesundheitswesen noch immer typisch“, sagt Rasing. „Als Patientinnen und Patienten halten wir es für relativ normal, lange zu warten. Man nimmt sich für einen Termin beim Arzt einen halben Tag frei, ohne lange darüber nachzudenken. Wenn man das online erledigen kann, ist all das nicht nötig. Ein Termin ist in einem Moment vereinbart – zu einer Zeit, die einem passt. In anderen Branchen ist das längst Standard. Einen Flug zu buchen kostet kaum noch Zeit. Es wäre gut, wenn das Buchen einer Sprechstunde genauso einfach wäre.“

Das mag stimmen – aber besteht nicht die Gefahr, dass Patientinnen und Patienten mit einem System wie Doctena zu schnell zum Arzt gehen? Schließlich kann die Filterung durch die Arzthelferin auch gut sein, weil nicht alles eine Sprechstunde braucht. „In der Praxis fällt das gar nicht so stark ins Gewicht“, so Rasing. „Bei der Terminvereinbarung wird eine einfache, aber wirksame Triage genutzt, die von der Gesundheitsfachkraft angepasst werden kann.“

Mit der Möglichkeit, Kalender kontrolliert und sicher zu teilen, sind auch Termine zwischen Behandelnden möglich. So können Hausärztinnen und Hausärzte gemeinsam mit Patientinnen und Patienten bei einer Überweisung sofort einen Termin bei einer Fachärztin oder einem Facharzt vereinbaren.

Kürzlich wurde außerdem eine optionale Funktion ergänzt, mit der Patientinnen und Patienten ihre Ärztin oder ihren Arzt bewerten können, sagt Rasing. „Diese Funktion ist nicht öffentlich und kann erst nach einer tatsächlichen Behandlung hinzugefügt werden. Es kommentieren mehr Patientinnen und Patienten, als erwartet – und für die Ärztin oder den Arzt kann das wertvoller sein als offene Bewertungen in sozialen Netzwerken.“

Noch immer die Ausnahme

Die Kosten beginnen bei 49 Euro pro Monat – inklusive unbegrenzter SMS-Benachrichtigungen, betont Rasing. „Wir wollen die Online-Terminplattform zwischen Patientinnen, Patienten und Gesundheitsfachkräften sein. Im niederländischen Gesundheitsmarkt ist eine cloudbasierte Lösung wie Doctena noch eher die Ausnahme als die Regel – obwohl wir viele Vorteile bieten. Neben der Zeitersparnis gehört dazu, den Cloud-Kalender von überall zu verwalten und ihn einfach und sicher mit Unterstützern wie Callcentern oder Hausarztpraxen zu teilen. Und schließlich erfolgen Software-Updates automatisch.“

Nutzererfahrung

Albertine Voncken ist Hausärztin und hat eine Praxis in Amsterdam-Ost. Sie nutzt Doctena seit zwei Jahren. „Patientinnen und Patienten haben gesagt, sie bräuchten das, aber auch für mich ist es praktisch. Die Praxis hat nur eine Arzthelferin, daher war die telefonische Erreichbarkeit begrenzt. Seit wir Doctena nutzen, ist das kein Problem mehr. Ein Vorteil ist, dass man das System auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Wir schließen Termine innerhalb von 24 Stunden aus. Ich möchte nicht überrascht werden, wenn eine Patientin oder ein Patient kurzfristig auftaucht. Außerdem möchten wir, dass die Arzthelferin die Anfrage zuerst einschätzen kann. Muss die Patientin wirklich vorbeikommen, oder reicht ein Doppeltermin? Sollte besser überwiesen werden? Solche Fragen.

Voncken ist zufrieden, findet Doctena aber preislich nicht günstig. „Ich zahle für mich und für meine Vertretung, die nur zwei Tage in der Woche arbeitet. Aufs Jahr gerechnet kommt da etwas zusammen, aber bislang ist es mir das wert.“

Quelle: www.zorgvisie.nl

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